Abenteuer Survival im hohem Norden Norwegens


Das Abenteuer Survival im hohem Norden Norwegens ist etwas für harte Jungs, welche der Natur wieder ein Stück näher kommen wollen. In Namsos, Nord-Trondelag hatte ich an einem 6 tägigem Survival Kurs teilgenommen und gelernt in der freien Wildnis zu überleben. Die wichtigste Grundvoraussetzung ist körperliche Fitness, denn im Verlaufe des Kurses wird von einem vollste Konzentration abverlangt. Der Kurs ist in zwei Teile aufgeteilt, wobei sich der erste Teil mit Ausbildung und Praxisanwendung in der freien Wildnis von Norwegen befasst. Der zweite Teil hingegen beinhaltet die Umsetzung der erlernten Fähigkeiten in der Realität und ist der härteste Abschnitt der gesamten Survival Ausbildung.

Die Survival Ausbildung im Überblick

Sinn und Zweck einer solchen Abenteuer Reise ist es die eigenen Fähigkeiten zu verbessern um in der freien Wildnis überleben zu können. Viele der Kursteilnehmer haben diesen Kurs als Vorstufe für eine Abenteuerreise in die Wildnis absolviert, denn in der freien Natur lauern überall Gefahren, dessen muss man sich bewusst werden. Kein Supermarkt weit und breit, die tägliche Nahrung muss selbst organisiert werden und Orientierung in der Wildnis muss mit Hilfe von Kompass oder Karte gelernt sein. Wir lernten im ersten Teil wie man einen geeigneten Unterstand und Schlafplatz errichtet, eine beeindruckende Erfahrung, denn was oftmals so einfach aussieht, ist es meist gar nicht.

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Auch das Feuer machen ohne Hilfe von Streichhölzern oder Feuerzeug will gelernt sein, zwar kannte ich aus Büchern oder Filmen, wie Indianer ein Lagerfeuer entfachen, doch gemacht hatte ich es bisher noch nicht. Eigene Werkzeuge wurden hergestellt, ein Messer aus hartem Gestein, eine Axt aus Holz und Stein, aber auch Jagdwaffen wurden gebaut, denn die tägliche Nahrung musste erst einmal erlegt werden. Fallen aufstellen ist eine aufregende Sache, denn diese sollten letztendlich auch erfolgreich funktionieren und so mancher Fehlversuch brachte uns an den Rand der Verzweiflung.

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Auch das Schlachten und Zubereiten gefangener Tiere musste erlernt werden, dabei stellte sich die Zubereitung einer Fischmahlzeit noch als relativ einfach heraus, doch Großwild zu schlachten ist schon eine echte Herausforderung gewesen. So wurde uns der Umgang mit den selbstgebauten Waffen beigebracht, die Jagd mit Pfeil und Bogen ist gar nicht so einfach, auch der Umgang mit einem selbstgebauten Speer will gelernt sein. Das aufregendste Ereignis am ersten Teil der Ausbildung, ist das Abseilen an steilen Abhängen gewesen, hier sind Geschicklichkeit und Mut gefragt, denn es ging schon mal mehrere hundert Meter in tiefe Schluchten hinunter.

Wichtig für das überleben in freier Wildbahn ist die Ausbildung der medizinischen Grundkenntnisse, neben einen Verband anlegen mussten wir auch das nähen und säubern von Wunden erlernen. Für manch einem von uns eine echte Herausforderung, denn wir sind alle keine Mediziner, doch wussten wir, dieses Wissen ist entscheidend für das überleben in der Wildnis. Nun hatten wir die Grundkenntnisse beigebracht bekommen, der Überlebenskampf konnte somit beginnen und nun wurde es ernst für den zweiten Teil unseres Abenteuers Survival, die Anwendung in der Praxis stand bevor.

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Die Anspannung ist in unseren Gesichtern deutlich zu sehen, jetzt wurde es also bitterer ernst und wir konnten beweisen was wir bisher gelernt hatten. Ein mehrtägiger anstrengender Waldlauf stand uns bevor, jetzt mussten wir unsere erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellen. Wir bauten mehrere Male unsere Nachtlager auf und ab, gingen auf die Jagd nach Nahrung und mussten uns einige Male an steilen Abhängen Abseilen. Der Höhepunkt der Abschlussprüfung ist das Anlanden mit Schnellbooten an unwegsamen Ufergelände und die anschließende Evakuierung mittels eines Helikopters aus der Wildnis gewesen. Am Ende dieses Kurses, hatten alle das ersehnte Zertifikat in den Händen und sind bereit für neue Abenteuer in der grenzenlosen Wildnis.

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