Hochzeit in Vietnam


Paare und ein unvergessliches Erlebnis zugleich. So hatte ich im Jahre 2008 meine heutige Frau, welche in Vietnam geboren ist, das Versprechen der gemeinsamen Ehe gegeben. Als wir uns im Jahre 2004 über das Internet kennen gelernt hatten, beschloss ich noch im selben Sommer nach Vietnam zu fliegen. Ich bin so etwas von aufgeregt gewesen, denn bisher kannte ich nur wenig über dieses südostasiatische Land Vietnam, nur aus Filmen, Reportagen oder Zeitschriften konnte ich einige Besonderheiten in Erfahrung bringen. Die Anspannung stieg um ein beachtliches an als ich die Reservierung des Flugtickets in Angriff nahm. Nun beginnt die Reise in ein neues Leben mit einer geheimnisvollen Zukunft. Die eigene Hochzeit in Vietnam erleben zu können ist ein Traum vieler heiratswilliger  Damen und Herren!

Die Vorbereitungen zur Hochzeit

Am Tag meiner Ankunft in Hanoi wurde ich von meiner zukünftigen Braut und einigen Familienangehörigen herzlich empfangen. Ich konnte in die strahlenden Gesichter dieser Personen schauen und meine Liebste hatte einen wunderschönen Blumenstrauß in ihren Händen, dieser Augenblick hatte mich zutiefst gerührt. Wir gönnten uns im Flughafenrestaurant einen traditionellen vietnamesischen Kaffee und bereiteten uns auf die nun etwa vier Stunden dauernde Autofahrt nach Ha Long vor. Die Hitze trieb mir die Schweißperlen auf die Stirn, das Thermometer zeigte 45 Grad Celsius im Schatten an. Das Auto meiner zukünftigen Ehefrau hatte zum Glück eine Klimaanlage, so wurde die Fahrt nach Ha Long für uns einigermaßen erträglich.

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Zu Hause in Ha Long wartete bereits die gesamte Familie auf unsere Ankunft, ein traditionelles vietnamesisches Essen wurde bereits vorbereitet. Wir wurden ins Haus meiner zukünftigen Schwiegereltern gebeten und hielten ein kurzes Gebet zu Ehren der verstorbenen Großeltern ab. Das gemeinsame Essen dauerte etwa zwei Stunden, denn diese Tradition wird in Vietnam bereits viele Jahre beibehalten. Nachmittags erfolgten die eigentlichen Vorbereitungen der Verlobungsfeier zu der fast die gesamte Gemeinde anwesend ist. Zelte wurden aufgebaut, Tische und Stühle wurden von einem Gastronomieunternehmen aus der Nachbarschaft bereitgestellt. Dieses Restaurant wurde gleichfalls mit der Bewirtung der zahlreichen Gäste beauftragt.

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Am späten Nachmittag fanden sich auch schon die ersten Gäste ein, dabei wurden viele Geschenke überreicht, meistens ist es Bargeld, welches in Briefcouverts an das zukünftige Brautpaar übergeben werden. Die Feier dauerte bis in die frühen Morgenstunden an, als endlich die letzten gaeste den Weg nach Hause angetreten hatten wurde es Zeit zu Bett zu gehen. Am darauffolgendem Tag sollte die eigentliche Hochzeit stattfinden, dazu wurde extra der Saal eines Restaurants gemietet für 300 Personen. Es folgten hektische Vorbereitungen, wie Friseurtermin, Brautkleidanprobe und Auswahl des Menüs für die zahlreichen Hochzeitsgäste. Ein Taxiunternehmen wurde mit 3 Bussen und 3 PKWs mit dem Transport der gaeste vom Haus der Schwiegereltern bis zum Restaurant beauftragt. Nun stand der eigentlichen Trauung nichts mehr im Wege und die eigentliche Zeremonie konnte stattfinden.